Neustadt am Main - Gestern und Heute
 
    
  Klaus Weyer 2022 

Via publica und Heristrata wurden beide 839 erwähnt, aber an unterschiedlichen Orten im Spessart
Geschichts- und Heimatverein Kreuzwertheim e.V.
Im Jahrbuch 2021 des Geschichts- und Heimatverein Kreuzwertheim e.V., ISSN: 2750-6711, Seite 142 bis 157.
  Vorwerk 1997 

Die Straßen-Version 1997 von Wolfgang Vorwerk im Wertheimer Jahrbuch 1997.
Heristrata und Via publica
Heristrata und Via publica nach Vorwerk. Die Via Publica ohne Neustadt, natürlich mit Lohr.
  Vorwerk 1997 

Die Straßen-Version 1997 von Wolfgang Vorwerk in Altfeld, Tafel Spessartprojekt.
Heristrata und Via publica
Heristrata und Via publica nach Vorwerk und K. Väth. Auch im Wertheimer Jahrbuch 1997.
  Vorwerk 2002 

Die Straßen-Version 2002 von Wolfgang Vorwerk in Neustadt, Tafel Spessartprojekt.
Heristrata und Via publica
Heristrata und Via publica nach Wolfgang Vorwerk (W.V.). Die Via Publica mit Neustadt.
  Vorwerk 2011 

Wertheimer Jahrbuch 2010/2011, erschienen 2012.
Heristrata und Via publica
Die Via Publica nach W.V. fehlt. Die Heristrata nach W.V. geht über Stockstadt, und nicht über Würzburg. Graphik Spessart-GIS 2012
  Vorwerk 2014 

Wertheimer Jahrbuch 2013/2014. Erschienen 2015.
Heristrata und Via publica
Die Via publica ist wieder da, ums ganze Mainviereck. Die Heristrata verläuft wieder über Aschaffenburg und Würzburg.
  Vorwerk 2021 

Mainpost im Mai 2021
Heristrata und Via publica
Die Heristrata nach Vorwerk ist jetzt die Esselbacher Hochspessartstraße. Die Via publica nach Vorwerk fehlt wieder. Graphik: Spessartprojekt
  Pfinzingkarte 

Keine Birkenhainer Straße in Pfinzing Karte erkennbar
Keine Birkenhainer Straße zu sehen
  Die Heristrata und Via publica 

Wann wurde die Heristrata und Via publica im Spessart erwähnt?
Und wo verlief die Heristrata und Via publica im Spessart?


Die Heristrata = Heerstraße und die Via publica = Öffentliche Straße, wurde im Spessart in einer Tauschurkunde vom 7. Juli 839 (HStAM Urk. 75 Nr. 25) erwähnt.
Zur gleichen Zeit, an zwei unterschiedlichen Stellen!
Die Via publica in Altfeld, und die Heristrata zwischen Bischbrunn und Rohrbrunn.
Sonst nicht mehr im Spessart.

Peter Rückert hatte im Jahr 1993 über den Verlauf der Heristrata und Via publica geschrieben.

Wolfgang Vorwerks erster Ansatz im Wertheimer Jahrbuch 1997 ähnelt sehr dem Ansatz von Peter Rückert aus dem Jahr 1993.
In der Version von Wolfgang Vorwerk aus dem Jahr 1997 soll die Heristrata von Würzburg nach Aschaffenburg verlaufen. Die Via publica, für mich nicht nachvollziehbar, soll von Tauberbischofsheim, über Urphar, Altfeld, und Lohr nach Fulda verlaufen haben.
Im Wertheimer Jahrbuch 2010/11 publizierte Wolfgang Vorwerk eine Karte, in dem die Via publica komplett fehlte. Und die Heristrata über Seligenstadt, nicht Aschaffenburg, verlief.
Im Wertheimer Jahrbuch 2013/14 publizierte Wolfgang Vorwerk einen Verlauf mit Ergänzungen bei der Via publica. Und die Heristrata verlief wieder über Aschaffenburg.
Eine letzte Karte "Das Altwegenetz im Spessart" publizierte Vorwerk im Mai 2021 in der Main-Post. Die Via Publica nach Vorwerk fehlt.

Der Verlauf der Heristrata und Via publica von Gertrud Nöth und Dieter Krebs stammt aus dem Wertheimer Jahrbuch 2010/11. Die Heristrata soll von Urphar über Hasloch und die Straßlücke in Richtung Norden verlaufen. Die Via publica von Würzburg nach Aschaffenburg.

In den Foldern und auf den Tafeln des Spessartprojekt, findet man auch Aussagen zu der Heristrata und Via publica. Jedoch unterschiedliche Aussagen.

- Im Folder und auf 3 Tafeln des Neustadter Kulturwegs wird die Version 2002 von Wolfgang Vorwerk publiziert. Siehe Links, 4te Graphik von oben.
- Ebenso im Folder und auf 1 Tafel des Marktheidenfeld 1 Kulturwegs wird die Version 1997 von Wolfgang Vorwerk publiziert.
- Und im Folder und auf 2 Tafeln des Bischbrunner Kulturwegs wird auch die Version 1997 von Wolfgang Vorwerk publiziert. Wobei hier nur auf die Heristrata eingegangen wird.

+ In den beiden Foldern des Triefenstein 1 und 2 Kulturwegs wird die Version von Gertrud Nöth und Dieter Krebs publiziert. Wie auch auf 4 Tafeln in Triefenstein.

Nehmen wir an, wir wandern vom Kloster Triefenstein nach Altfeld, entlang der MSP31.
+ Zuerst sehen wir eine Tafel des Spessartprojekt mit der Straßen-Version von Gertrud Nöth und Dieter Krebs. Siehe rechts oben.
- In Altfeld, nach 2,2 km, sehen wir auf einer Tafel des Spessartprojekt die Straßen-Version 1997 von Wolfgang Vorwerk. Siehe links, 2te Graphik von oben.

Der Wanderer sieht zwei total unterschiedliche Versionen und fragt sich, was ist jetzt richtig.



=====
Mein Beitrag zu der Heristrata und Via publica ist verfügbar,
seit 28.04.2022 im Kreuzwertheimer Jahrbuch 2021, ISSN:2750-6711
=====
.
Klaus Weyer
Via publica und Heristrata.
Zwei mittelalterliche Fernwege im Spessart.
S. 142 - 157

=====
Mein neuer Ansatz von 2022 weicht von allen vorherigen ab,
inclusive dem von Theodor Ruf aus 2018.
=====


Dem von Ludwig Wamser von 1992,
dem von Peter Rückert von 1993,
dem von K. Väth von ?,
denjenigen von Wolfgang Vorwerk von 1997 bis 2021,
dem von Alfons Ruf von 2003,
dem von Günter Christ von 2007,
und dem von Gertrud Nöth/Dieter Krebs von 2011.

Bez. Theodor Ruf 2018, möchte ich Leonhard Scherg zitieren:
"Er (Ruf) lässt die Heerstraße von Hasloch herkommen, führt sie aber als „Hohe Straße“ über Schollbrunn nach Rohrbrunn fort.
Die Via publica wird auch von ihm mit der Esselbacher Straße gleichgesetzt."
Sonst gibt es keinen Kommentar und keine Hinterfragung von Leonhard Scherg.
Ich habe jedoch dazu folgende Fragen bzw. Kommentare:
1. Gibt es zu diesem Verlauf der Heristrata auch eine Erklärung?
2. Ist Hasloch der Anfang der Heristrata, oder nicht?
3. Eine graphischer Verlauf der Straßen wäre hilfreich.

Reinhard Bauer deutete 1988 Grindila an der Schneidmühle und die Heristrata separat südlich von Schollbrunn, nicht durch Schollbrunn.
Er widerspricht sich jedoch in der Erklärung: Eine Höhenstraße, die von Würzburg über Lengfurt und Aschaffenburg nach Frankfurt führte, auch Poststraße genannt.
Die Poststraße verlief doch über Esselbach, wie wir alle wissen!
Man muss sich wirklich fragen, war Reinhard Bauer je Vorort in Triefenstein, Altfeld, Michelrieth und im Mühlental gewesen?

  Suchen & Sitemap 

Suchen + Sitemap
  Nöth/Krebs 2011 

Die Straßen-Version von G. Nöth/D. Krebs auf einer SpPr-Tafel in Triefenstein + im WJB 2010/2011.
Heristrata und Via publica
Heristrata und Via publica. Grafik: Spessart-GIS. Klingelsbachgraben ist die richtige Bezeichnung, NICHT Klingelbach.
  L. Wamser 1992 

Die Via publica soll nach Michelrieth verlaufen sein. Die Heristrata entlang der Grenze nach Norden
Heristrata und Via publica
Die Graphik wurde 2007 v. Günter Christ im Historischen Atlas von Bayern, Franken, Lohr am Main, übernommen.
  Alfons Ruf 2003 

Via publica
Via publica in rot
  Vorwerk 2010 

Dezember 2010 im Main Echo
Heristrata und Via publica
Die Via publica verläuft nicht über Urphar. Die Heristrata existiert nicht. Graphik Spessart-GIS.
  Vorwerk 2011 

Mainfränkisches Jahrbuch 2011, erschienen 2012.
Heristrata und Via publica
Keine Via publica und keine Heristrata. Graphik Spessart-GIS.
  Theodor Ruf 2018 

Nur Text, keine Graphik bei Theodor Ruf vorhanden.
Heristrata und Via publica
Reinhard Bauer deutete 1988 Grindila an der Schneidmühl und die (et) Heristrata separat südlich von Schollbrunn. Er widerspricht sich jedoch in der Erklärung.
Copyright 2005-2022, Klaus Weyer
*